Via Engiadina Maloja - Zernez

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Anreise 

mit Zug und Postauto:

Ab Chur oder Tirano mit der Rhätischen Bahn bis nach St. Moritz. Anschliessend mit dem Postauto nach Maloja.

Mit dem Privatauto

Maloja

Maloja erreicht man via Chur/Tiefencastel und weiter über den Julierpass. Aus dem Tessin via Chiavenna (Italien) und den Malojapass.

Nach dem Check in im Hotel (ab 15 Uhr) bleibt Zeit Maloja zu entdecken. Das Passdöfrfchen an der Grenze zum urtümlichen Bergell zog durch die atemberaubende Natur mit dem faszinierenden Spiel von Licht und Schatten immer auch Künstler an. 1994 entstand in Maloja, zum 100 jährigen Jubiläum Giovanni Segantini, der Sentiero Segantini, ein einzigartiger, ca. zweistündiger Spaziergang mit zwölf Stationen auf den Spuren des grossen Künstlers, der ab 1894 in Maloja lebte.

 

1. Wanderetappe Maloja - Silvaplana

StreckeAufstiegAbstieghöchster Punkt
13,1 km551 m530 m2037 m
Marschzeit ca. 4,5 Stunden

Wir bitten Sie, Ihr Gepäck bis spätestens 8.30 Uhr an der Rezeption abzugeben.

Diese Tour mit Topokarte aufs Smartphone laden (iPhone, Android). Scannen Sie den QR-Code. Jetzt haben Sie auf Ihrem Smartphone die Tourendaten und die Swiss Topo-Karten ab Mst. 1:25'000. Sie können alles ohne Handyempfang nutzen.

Gestartet wird diese Wanderung in Maloja. Start bei der Post Maloja. Folgen Sie der Wegweisern "Via Engiadina". An Pila und Blaunca vorbei, erreicht man das Heididorf Grevasalvas, welches verträumt oberhalb von Plaun da Lej liegt. Hier wurde 1978 die 26-teilige Fernsehserie "Heidi" produziert. Die Wanderung erreicht bei Sils-Baselgia beinahe den Talboden, bevor der Weg erneut ansteigt und die Etappe im trendbewussten Silvaplana endet.



2. Wanderetappe Silvaplana - Samedan

StreckeAufstiegAbstieghöchster Punkt
24 km1108 m1108 m2558 m ü M
Marschzeit ca. 8 Stunden

Bitte Ihr Gepäck bis 08.30 Uhr an der Hotel Rezeption abgeben.

Nachdem die Julier Passstrasse überquert ist, wird man schon bald mit dem einmaligen Blick über die Weite des Oberengadins mit St. Moritz im Vordergrund belohnt. Vorbei am Bergrestaurant El Paradiso steigt der Weg hoch zur Corviglia. Nach einem kurzen, steilen Anstieg erreich man bald den tiefblauen Lej Alv, wo der weg dann runter nach Marguns führt. Die Via Engiadina findet auf dem Höhenweg Munt da la Bês-cha entlang des Piz Padella ihre Fortsetzung. Bei der Alp Muntatsch wird Tradition gross geschrieben und nach einer Rast inmitten der alpinen Landschaft kann der Abstieg nach Samedan in Angriff genommen werden.

Samedan besass schon im Mittelalter grosse Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt. Hier kreuzten sich die Saumkolonnen von Süden nach Norden und von Osten nach Westen über die Pässe ziehend. Die Rechte dieser Einkünfte lagen grösstenteils in den Händen der Familien der Plantas und der Salis, jener mächtigen Adelsgeschlechter, die eng mit der Geschichte Samedans verbunden sind.

Diese zeigten sich auch der Gemeinde gegenüber grosszügig durch Schenkungen aller Art. Einnahmen durch den Transitverkehr, die Landwirtschaft und den Bergbau förderten hier einen gewissen Reichtum, zu dem auch die Gemeinde ihren Anteil hatte. So entstanden im 16., 17. und 18. Jahrhundert verschiedene stolze Patrizier- und stattliche Engadiner Häuser. Ein Spaziergang durch den Dorfkern lohnt sich.

3. Wanderetappe Samedan - Zuoz

StreckeAufstiegAbstieghöchster Punkt
19,9 km771778 m1983 m ü M
Marschzeit ca. 7 Stunden

Bitte Ihr Gepäck bis 08.30 Uhr an der Hotel Rezeption abgeben.

Die heutige Etappe besteht aus zwei ursprünglich, 2 Streckenabschnitte. Samedan - La Punt und von La - Punt bis Zuoz. Bitte beachten sie dies, falls Sie die Streckenkarten nutzen.

Beim Schiessstand Muntarütsch in Samdedan beginnt der Wanderweg. Nach kurzer Zeit erreichen Sie Bever. An den alten Engadiner Häusern vorbei steigt die Via Engiadina ausgangs Dorf gemächlich an der Flanke der Crast Mora an. Vorbei an Legführen und mit einer wunderschönen Aussicht auf den unteren Teil des Oberengadins erreicht man die Albulastrasse. Zuerst über einige Steinstufen, danach über die duftende Alpwiesen und Wälder erreicht man die Hochebene (Plaun Grand). Nachdem oberhalb einer Schlucht (Val Müra) der Ova d'Es-cha Bach überquert wurde, geht es gemächlich nach Zuoz runter.

Zuoz ist ein Prachtsbeispiel eines romanischens Dorfes, das die Zeugen seiner bewegten Vergangenheit in die Gegenwart hinübergerettet hat. Der imposante Dorfplatz mit dem Rechtswirtshaus Crusch Alva, der Kirche San Luzi mit dem Kirchturm, den Plantahäusern, Pantaturm und den gepflegten Häusern geben diesem gut erhalten Oberengadiner Dorf ein stattliches Aussehen.

Auffallend ist die grosse Zahl gediegener Wohnhäuser mit den typischen Engadiner Erkern und Sgraffito-Verzierungen. Zur Zierde des Dorfes tragen auch die spätromanische Kapelle San Bastiaun sowie das gotische Kirchlein Santa Chatringna bei.

1938 ist Rätoromanisch offiziell zur vierten Schweizer Landessprache geworden. Obwohl nur rund 35'000 Menschen Romanisch als Muttersprache angeben, pflegt man dessen fünf (!) Idiome noch heute mit grossem Stolz. In Zuoz hören Sie das Idiom Puter und werden diese melodiöse Sprache immer wieder hören. Übrigens: "Bun di" oder "Allegra" heisst "Guten Tag".


4. Wanderetappe Zuoz - Zernez

StreckeAufstiegAbstieghöchster Punkt
19,6 km704 m925 m2043 m ü M
Marschzeit ca. 6 1/2 Stunden

Die letzte Tageswanderung starten Sie beim Bahnhof in Zuoz. Der Weg steigt über Alpweiden hinauf zur Acla Laret, von wo man mit der Zeit in einen ursprünglichen Wald mündet und der Alpstrasse folgend hinab nach Chapella wandert. Nachdem man Chapella passiert hat, steigt der Weg wiederum an bis Sie im Val Punt Ota den Punt Ota Bach überqueren. Dies ist die "Grenze" zwischen dem Ober- und Unterengadin. Entlang duftender Bergwiesen geht's talwärts nach Zernez, dem "Tor" zum Schweizer Nationalpark. Wir gratulieren - Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Zernez ist bekannt als "Eingang" zum Schweizer Nationalpark. Hier finden Sie das Nationalparkzentrum. Erleben, erfahren und entdecken, staunen und hinterfragen, mitgestalten: In den 4 Ausstellungsräumen des Besucherzentrums nähern Sie sich dem Thema Nationalpark, seiner Fauna und Flora, seiner Geschichte, der unerschöpflichen Vielfalt der Natur auf ganz neue Art.

Rückreise

Je nachdem wie Sie angereist sind, können Sie mit der Rhätischen Bahn und dem Postauto zurück nach Maloja oder mit der Rhätischen Bahn via Saglians-Klosters-Landquart nach Landquart fahren. Bahn - und Bustickets erhalten Sie beim Bahnhof in Zernez.

Vielleicht haben Sie aber auch Lust einen oder mehrere Zusatztage anzuhängen, um den Schweizer Nationalpark zu entdecken.

Die Fortsetzung der Via Engiadina Oberengadin startet übrigens auch in Zernez. Von hier aus können Sie bis nach Scuol das untere Engadin erkunden. Mehr dazu auf www.engadin.com

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